Nachtrag zum Mais

Wild- und Honigbienen sind Bindeglieder zwischen Tier- und Pflanzenwelt. Sie sind unverzichtbare Bestäuber unserer Wild- und Kulturpflanzen. Und sie sind bedroht. An ihnen lässt sich die Dramatik des Rückgangs von biologischer Vielfalt vor Augen führen. Auch wir haben Erfahrungen damit gemacht: Auf unserem Gemüseacker bauten wir Mais an. Bei der Ernte erlebten wir eine Überraschung: An manchen Maiskolben befanden sich nur wenig Körner. Sollte es sogar bei uns im Westerwald zu wenige Insekten geben?

Mais ist auf Windbestäubung angewiesen, aber der Pollenflug wird nicht immer durch den Wind ausgelöst. In windstillen, taureichen Nächten sammeln sich an den männlichen Blütenständen die Pollenkörner an. Die pollensammelnde Biene bewirkt mit ihren Flügelschlägen, dass viel mehr Pollen gelöst wird, als sie einzusammeln vermag. Er fällt in der morgendlichen Windstille unweit der Pflanze zu Boden. Die in der Nacht erschienene Seide der Maispflanze empfängt dabei die ersten Pollenkörner. Jedes Pollensäckchen (männliche Blüten) enthält etwa sechs Staubblätter mit je ca. 2000 Pollenkörner, also rund 12000 Pollenkörner pro Einzelblüte. Beim ersten leichten Wind am Vormittag löst sich die große Masse des reifen Pollens, um ebenfalls unweit der Pflanze nieder zu gehen. Es erfolgt eine Bestäubung der Pollen. Bei einigen unserer Maispflanzen kam es zu Störungen in diesem Prozess, denn die Kolben wurden nicht ausreichend bestäubt.

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