Die fünf Ackertypen

Nun ackern wir schon die dritte Saison und dabei haben sich verschiedene Verhaltensweisen gezeigt.

1. Ackertyp: der Böse

Der Böse schimpft ständig und flucht.

2. Ackertyp: der, der immer weint

Der findet alles blöd und heult nur rum.

3. Ackertyp: Der Coole

Der tut immer so als ob er alles kann.

4. Ackertyp: der, bei dem nie etwas klappt

Beim Ackern meckert der Typ, weil nie was funktioniert.

5. Ackertyp: der, der nie Bock hat

Sitzt einfach immer nur rum und macht nix, also Pause.

Das Gemüse zieht wieder ein

Nach vielen Stunden, viel Schweiß und einigem Muskelkater ist der Acker fertig umgegraben. Die Beete und Wege wurden vermessen und eingeteilt. Endlich können wir säen und pflanzen. Die ersten drei Beete sind nun „besät“ und ein Beet ist mit Kartoffeln bestückt worden. Demnächst können Radieschen, Möhren, Zwiebeln, Kartoffeln Rauke und Kresse den Acker zieren.

Findelkinder

Wir schreiben das Jahr 2021 als wir am 14.4. den Acker umgraben sollten, sind wir auf einen kleinen Tunnel gestoßen.

Als wir den Tunnel genauer untersuchten, rannten vier kleine Mäuse mit ihrer Mutter raus. Zwei schafften es nicht, sich an der Mutter festzuhalten und die Mutter ließ sie zurück. Wir bemerkten es vorerst nicht, aber dann bewegte sich etwas am Eingang des Tunnels. Es waren die kleinen Mäuse, denen sehr kalt war .

Wir hoben sie auf, um sie zu wärmen und beschlossen schließlich die Kleinen mit zu nehmen. Sie zogen bei Corvin und Paul ein.

Corvin: meine Maus hat viel gefressen und war sehr schläfrig aber manchmal aktiv. Die Maus starb nach 4 Tagen.

Paul: meine Maus namens Rüdiger ist putzmunter und frisst und schläft viel. Wir haben ihn in eine mittelgroße Plastikbox mit Sägespänen und einer Wärmflasche gesetzt. Sie frisst Haferflocken und Apfelschalen.

Vorzucht Januar 2021

Das erste was für die Ackersaison in die Töpfchen wandert sind Tomaten. So haben auch wir Ackerpädagoginnen im Januar Tomatensamen aus der letzten Saison in Töpfchen eingepflanzt. Leider jede für sich und ohne Kinder.

Tomatenpflanzen nach einer Woche. Kleine Keimlinge werden sichtbar.

Nun folgen im Februar noch andere Sorten wie Gurke, Kürbis, Kohlrabi, Mangold, die vorgezogen werden müssen. Das wäre ein Erlebnis für die Ackermontis. Wir hoffen darauf, dass die Schule bald wieder im Regelunterricht laufen kann. Damit die Kinder die Ackersaison begleiten können.

Teilnahme BAG Schulgartentag

Am 10.06.2020 hat die Freie Montessorischule Westerwald an dem Tag des Schulgartens 2020 teilgenommen. Dafür haben wir eine Teilnahmeurkunde von der Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten e. V. bekommen. Der Vorsitzende Prof. Dr. Lehnert dankt uns sehr für unsere Aktion und unseren Bericht, da diese Zeiten nunmal besonders schwierig für solche Aktionen sind. Wir hoffen auch im nächsten Jahr wieder teilnehmen zu können. Danke, an alle Kolleginnen und SchülerInnen für die Teilnahme!

Teamarbeit in Perfektion

Drei Tage haben starke Mädchen und Jungen aus den Bernsteinen in ausgezeichneter Teamarbeit 60 Quadratmeter Altstadtpflaster aufgenommen, verladen und in der Schule wieder ausgeladen. Die Steine mussten aus einem Garten in Montabaur getragen werden. Dankenswerterweise bekamen wir sie geschenkt. Auf dem neuen Acker wird in der Mitte das Gewächshaus in Form eines geodätischen Doms stehen, das Marcus mit einer Schülergruppe entworfen und gebaut hat. Der Untergrund wird mit den Pflastersteinen befestigt. Herzlichen danken wir unserem Hausmeister Yilmaz, der uns mit viel Geduld und Tatkraft beim Transport der Steine unterstützte.

Mulch sammeln und dabei helfen

Wo man hinsieht: Laub! Was für viele Menschen Ärgernis bedeutet, ist es für uns ein Schatz, denn Laub bildet die Grundlage des Mulchs auf unseren Äckern. Regelmäßig gewendet, verrottet es mit verschiedenen anderen Materialien und schützt vor Kälte, Emission und Austrocknung. Die Regenwürmer können die neuen Lieferungen kaum erwarten. Kleinstlebewesen helfen uns und die Erde wird gedüngt.

Wir gewinnen also doppelt: der Schulhof wird von Laub befreit und auf dem Acker gibt es Humus.